
Meere
Fischerei&Ozeane
Billionen Leben, verschwindende Riffe und eine Industrie, die ihre Größe unter der Oberfläche versteckt.
Was ‚nachhaltig' wirklich heißt
Es gibt keine nachhaltige Art, das Meer zu essen
Fische sind die am stärksten genutzten Tiere der Erde — und die am wenigsten gezählten. Die Standardeinheit ist die Tonne, nicht das Leben. Vorsichtige Schätzungen sprechen von 1 bis 2,7 Billionen Fischen pro Jahr, plus Hunderten Milliarden Krebse, Tintenfische und Garnelen.
Aquakultur galt als Antwort auf Überfischung. Sie produziert heute mehr als die Wildfischerei, doch die meisten Zuchtfische sind Raubfische: Lachs, Forelle, Wolfsbarsch, Thunfisch. Sie werden mit Wildfischen gefüttert — 3 bis 4 kg Wildfisch pro 1 kg Zuchtfisch.
Dass Fische Schmerz empfinden, ist wissenschaftlich nicht mehr strittig. Sie haben Nozizeptoren, lernen Schmerzvermeidung und produzieren Opioide.
Gesundheit
Quecksilber, Mikroplastik und Omega-3
Schwangere sollen Thunfisch wegen Quecksilbers meiden. Eine Studie von 2024 fand Mikroplastik in 99 % der getesteten Meeresfrüchte. Das Problem sind nicht die Fische — sondern wir.
Omega-3 (EPA, DHA) ist das, wofür Fisch gepriesen wird — Fische stellen es nicht her, sie bekommen es aus Algen. Algenöl liefert es direkt.
Wenn ein einziger Grundschlepp einen 8 000 Jahre alten Kaltwasserkoral-Wald glätten kann, geht es nicht um Quoten — sondern um das Aufhören.
Was zu tun ist
Was wirklich hilft
Wenn in einem fischintensiven Land jede Person eine Fischmahlzeit pro Woche pflanzlich ersetzt, ist der Effekt auf Beifang und Riffe enorm.
Pflanzliche ‚Meeresfrüchte' sind dramatisch besser geworden: Jackfruit-Tacos, Kichererbsen-‚Thunfisch'-Salat, Bananenblüten-‚Fish & Chips'.
Meere
Der Ozean erholt sich, eine Mahlzeit nach der anderen.
Dass Fische Schmerz empfinden, ist wissenschaftlich nicht mehr strittig. Sie haben Nozizeptoren, lernen Schmerzvermeidung und produzieren Opioide.
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