
Ist Keratin vegan?
Nicht vegan
Ist Keratin vegan?
Warum
Keratin stammt direkt aus dem Körper eines Tieres und ist deshalb nie vegan, egal wie es erzeugt oder gekennzeichnet wird.
Keratin ist nicht vegan. Es handelt sich um ein faseriges Protein, das typischerweise aus Hörnern, Hufen, Federn und Haaren von Tieren wie Rindern, Schafen und Hühnern gewonnen wird. Mittlerweile gibt es jedoch weit verbreitete, durch Präzisionsfermentation hergestellte und tierfreie Versionen, die molekular identisch mit natürlichem Keratin sind; zu den veganen Optionen zählen auch synthetische oder pflanzliche Proteine (z. B. aus Soja oder Weizen), die jedoch kein echtes Keratin darstellen.
Woher es stammt
- Keratin wird aus tierischen Nebenprodukten gewonnen, darunter Rinderhufe, Hörner, Schafwolle und Geflügelfedern, durch Hydrolyse (Erhitzen mit Chemikalien).
- Es stammt aus Schlachtabfällen; Tiere werden nicht speziell für Keratin getötet, sondern für die Fleisch- und Lederindustrie.
- Es gibt kein natürliches pflanzliches Keratin; pflanzliche 'Keratin'-Produkte verwenden Ersatzstoffe wie hydrolisiertes Soja-, Weizen- oder Maisprotein, die oft irreführend gekennzeichnet sind.
- Bemerkenswerte Branchenfakten: Das meiste Keratin in Kosmetika (Haarkuren, Nagelhärtern) stammt aus tierischen Nebenprodukten; die Herstellung erfolgt unter hoher Hitze und Säure-/Laugenbehandlung.
- Vegane Produkte imitieren Keratinwirkungen mit Erbsenprotein, Quinoa oder synthetischen Polypeptiden; diese unterscheiden sich chemisch von echtem Keratin. Präzisionsfermentiertes tierfreies Keratin ist eine aufkommende Alternative, jedoch noch nicht in allen Produkten weit verbreitet.
Bezeichnungen auf dem Etikett
- Keratin
- Hydrolysiertes Keratin
- Keratin-Aminosäuren
- Ethylester von Keratin
- Keratin, hydrolysiert
- Cetylester von Keratin
- INCI: KERATIN (Wolle), KERATIN (Federn)
Überprüfen Sie die Inhaltsstoffliste auf 'Keratin', 'hydrolysiertes Keratin' oder 'Keratin-Aminosäuren' – häufig in Shampoos, Conditionern, Haarkuren und Nagelpflegeprodukten. Meiden Sie Produkte von Marken, es sei denn, sie sind als vegan zertifiziert (z. B. von der Vegan Society). Pflanzliche Alternativen enthalten oft 'hydrolysiertes Sojaprotein', 'hydrolysiertes Weizenprotein' oder 'Quinoaprotein' anstelle von Keratin, aber das ist kein echtes Keratin. Manche Etiketten verwenden 'veganes Keratin', was sich auf präzisionsfermentiertes oder tierfreies Keratin beziehen kann, das chemisch identisch ist; überprüfen Sie die Quelle. Achten Sie auf 'keratinfrei' oder pflanzliche Keratinersatzstoffe. Seien Sie sich bewusst, dass nicht gekennzeichnetes tierisches Keratin weit verbreitet ist; wählen Sie daher klar gekennzeichnete vegane Produkte von seriösen Anbietern.
Versteckt sich häufig in
- Wolle
Was du stattdessen nehmen kannst
Bambusviskose — Es erfüllt in Kaffee, beim Kochen und Backen genau denselben Zweck, ohne dass sich die Zubereitung ändert.
So prüfst du ein Etikett
Zutatenlisten müssen Allergene wie Milch und Ei gesetzlich fett hervorheben, wodurch die meisten versteckten tierischen Zutaten auffallen. E-Nummern und Verarbeitungshilfsstoffe sind die Lücke: E120, E441, E542, E904 und E920 sind tierischen Ursprungs, und Verarbeitungshilfsstoffe werden oft gar nicht aufgeführt. Im Zweifel nach einem zertifizierten veganen Siegel suchen oder den Hersteller direkt fragen — meist kommt innerhalb weniger Tage eine Antwort.
Häufige Fragen zu keratin
Kann Keratin aus Pflanzen gewonnen werden?
Nein, natürliches Keratin ist ein tierisches Protein, das in Haaren, Nägeln, Federn und Hufen vorkommt. Pflanzliche Produkte, die mit 'Keratin' gekennzeichnet sind, verwenden Ersatzstoffe wie hydrolysiertes Soja- oder Weizenprotein, die einige Eigenschaften nachahmen, aber kein echtes Keratin sind. Präzisionsfermentiertes tierfreies Keratin ist jetzt erhältlich, wird aber nicht aus Pflanzen gewonnen.
Wird Keratin immer an Tieren getestet?
Nicht unbedingt. Keratin selbst wird normalerweise nicht separat an Tieren getestet, aber kosmetische Produkte, die es enthalten, könnten getestet werden. Die tierische Quelle wirft jedoch ethische Bedenken für Veganer auf.
Gibt es vegane Alternativen zu Keratin?
Ja, viele Haar- und Nagelprodukte verwenden hydrolysierte pflanzliche Proteine (Soja, Weizen, Erbse, Quinoa) oder synthetische Polypeptide. Sie bieten ähnliche stärkende Wirkungen ohne tierische Inhaltsstoffe. Zusätzlich bietet präzisionsfermentiertes tierfreies Keratin eine echte Keratinalternative.
Ist Keratin in Haarpflegeprodukten für Veganer unbedenklich?
Nein, wenn der Inhaltsstoff tierisches Keratin ist. Achten Sie auf 'vegan'-Kennzeichnungen und lesen Sie die Inhaltsstoffliste; pflanzliche Proteine und präzisionsfermentiertes Keratin sind unbedenklich. Manche Marken verwenden 'Keratin' im Marketing, auch wenn sie tierfreie Versionen nutzen – überprüfen Sie stets die Quelle.
Was sagt PETA zu Keratin?
PETA führt Keratin als nicht-veganen Inhaltsstoff, da es aus tierischen Teilen stammt, typischerweise aus Schlachtabfällen. Sie empfehlen, es in Körperpflege- und Kosmetikprodukten zu meiden, obwohl präzisionsfermentierte Versionen als akzeptabel gelten könnten, da sie tierfrei sind.
Quellen: Poore & Nemecek (Science, 2018), FAO, USDA FoodData Central, Mekonnen & Hoekstra (2011).
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