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Ist Keratin vegan?

Nicht vegan — Keratin stammt direkt aus dem Körper eines Tieres und ist deshalb nie vegan, egal wie es erzeugt oder gekennzeichnet wird.

Nicht vegan

Ist Keratin vegan?

Nicht vegan

Warum

Keratin stammt direkt aus dem Körper eines Tieres und ist deshalb nie vegan, egal wie es erzeugt oder gekennzeichnet wird.

Versteckt sich häufig in

  • Wolle

Was du stattdessen nehmen kannst

BambusviskoseEs erfüllt in Kaffee, beim Kochen und Backen genau denselben Zweck, ohne dass sich die Zubereitung ändert.

So prüfst du ein Etikett

Zutatenlisten müssen Allergene wie Milch und Ei gesetzlich fett hervorheben, wodurch die meisten versteckten tierischen Zutaten auffallen. E-Nummern und Verarbeitungshilfsstoffe sind die Lücke: E120, E441, E542, E904 und E920 sind tierischen Ursprungs, und Verarbeitungshilfsstoffe werden oft gar nicht aufgeführt. Im Zweifel nach einem zertifizierten veganen Siegel suchen oder den Hersteller direkt fragen — meist kommt innerhalb weniger Tage eine Antwort.

Im Detail

Die ausführliche Antwort

Keratin ist ein faseriges Strukturprotein, das natürlicherweise in Haaren, Nägeln, Hufen, Federn und der äußeren Hautschicht von Wirbeltieren vorkommt. Es wird meist aus tierischen Quellen wie Rinderhufen, Schweineborsten oder Federn gewonnen und zu Pulver verarbeitet. In Kosmetik- und Nahrungsergänzungsmitteln wird es wegen seiner festigenden und schützenden Eigenschaften eingesetzt. Die Gewinnung erfolgt oft als Nebenprodukt der Fleischindustrie, was für Veganer problematisch ist.

Die vegane Einstufung von Keratin ist nicht eindeutig, da es fast ausschließlich tierischen Ursprungs ist. Es gibt jedoch pflanzliche Alternativen wie pflanzliches Keratin aus Weizen, Soja oder Mais, die ähnliche Eigenschaften aufweisen sollen. Diese werden oft als „veganes Keratin“ vermarktet, sind aber chemisch nicht identisch mit tierischem Keratin. Verbraucher müssen genau hinschauen, ob das Produkt tatsächlich pflanzlich ist oder tierische Bestandteile enthält.

Auf der Verpackung sollte nach Begriffen wie „Keratin“, „Hydrolysiertes Keratin“ oder „Keratin-Aminosäuren“ gesucht werden. Fehlt ein Hinweis auf pflanzliche Herkunft, ist meist tierisches Keratin enthalten. Als Alternative eignen sich pflanzliche Proteine wie Reis-, Erbsen- oder Sojaprotein, die ähnliche Pflegeeigenschaften bieten. Auch Produkte mit dem Vegan-Siegel sind vertrauenswürdig. Bei Nahrungsergänzungsmitteln kann auf pflanzliches Silizium oder Biotin zurückgegriffen werden, die ebenfalls Haar- und Nagelwachstum fördern.

Auf einen Blick

Kurz und knapp

Kurz und knappKeratin
AspektDas Wichtigste
HerkunftTierische Quellen wie Hufe und Federn
Vegane AlternativenPflanzliches Keratin aus Weizen oder Soja
VerwendungHaarpflege, Nagelpflege, Nahrungsergänzung
KennzeichnungOft ohne Herkunftsangabe

In der Praxis

Was das für dich bedeutet

  • Prüfe auf der Inhaltsstoffliste, ob „hydrolysiertes Keratin“ ohne Pflanzenhinweis steht – dann tierisch.
  • Greife zu Shampoos mit pflanzlichem Keratin aus Weizen oder Reis als vegane Alternative.
  • Bei Nahrungsergänzung: Wähle Biotin oder pflanzliches Silizium statt tierischem Keratin.
  • Achte auf das Vegan-Siegel, um sicher tierfreies Keratin zu erkennen.

Fragen

Häufige Fragen

Ist Keratin immer tierisch?
Nein, es gibt pflanzliches Keratin aus Weizen, Soja oder Mais. Allerdings ist der Großteil handelsüblicher Keratinprodukte tierischen Ursprungs, meist aus Rinderhufen oder Federn. Ohne explizite Kennzeichnung ist von tierischem Keratin auszugehen.
Kann ich Keratin durch pflanzliche Stoffe ersetzen?
Ja, pflanzliche Proteine wie Reis- oder Erbsenprotein sowie Biotin und Silizium sind gute Alternativen. Sie unterstützen ebenfalls Haar- und Nagelgesundheit, ohne auf tierische Inhaltsstoffe zurückzugreifen.
Wie erkenne ich veganes Keratin im Laden?
Suche nach dem Vegan-Siegel oder Hinweisen wie „pflanzliches Keratin“. Fehlt eine solche Angabe, ist das Produkt wahrscheinlich tierisch. Bei Zweifel hilft ein Blick auf die Herstellerwebsite oder eine direkte Nachfrage.

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