Skip to content

Glossar · Industry

Carmine

Roter Farbstoff aus getrockneten weiblichen Schildläusen, der in Lebensmitteln und Kosmetik verwendet wird.

Definition

Was „Carmine" bedeutet

Karmin, auch als Cochenilleextrakt bekannt, wird durch das Trocknen und Mahlen von Schildläusen hergestellt, die in Mittel- und Südamerika heimisch sind. Der Farbstoff liefert eine stabile rote Farbe in Lebensmitteln, Kosmetika und Textilien. Aufgrund seiner Herkunft von Insekten ist er für Veganer ungeeignet und kann bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen.

Im Detail

Die ausführliche Antwort

Karmin ist ein roter Farbstoff, der aus getrockneten und zermahlenen weiblichen Schildläusen der Art Dactylopius coccus gewonnen wird. Verbraucher begegnen ihm häufig in Lebensmitteln wie Joghurt, Fruchtgetränken, Süßigkeiten oder Eiscreme sowie in Kosmetika wie Lippenstiften und Lidschatten. Auf der Zutatenliste wird er meist als Karmin, E 120 oder Echtes Karmin geführt.

Zur Herstellung werden die Läuse getrocknet, in einer sauren Lösung extrahiert und der Farbstoff mit Aluminiumsalzen gefällt. Für ein Kilogramm Karmin werden rund 100.000 Insekten benötigt. Die Tiere werden auf Kakteenfarmen in Peru, Mexiko und auf den Kanarischen Inseln gezüchtet und geerntet. Der Farbstoff ist hitze- und lichtstabil, was ihn für die Industrie attraktiv macht.

Für Menschen, die tierische Inhaltsstoffe meiden, ist Karmin ein klarer Ausschlussgrund. Es ist nicht vegan und auch für Vegetarier problematisch. Allerdings ist Karmin als Naturfarbstoff zugelassen und gilt als unbedenklich, anders als manche synthetischen Alternativen. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft die Zutatenliste auf E 120 oder greift zu Produkten mit pflanzlichen Farbstoffen wie Rote Bete oder Paprikaextrakt.

Auf einen Blick

Kurz und knapp

Kurz und knapp — Carmine
AspektDas Wichtigste
HerkunftWeibliche Schildläuse der Art Dactylopius coccus
Typische KennzeichnungE 120, Karmin, Echtes Karmin
VerwendungsbereicheLebensmittel, Kosmetik, Textilien
Menge pro KilogrammCa. 100.000 Insekten

In der Praxis

Was das für dich bedeutet

  • Achten Sie auf E 120 oder Karmin in roten Joghurts, Fruchtgetränken und Süßigkeiten.
  • Viele Lippenstifte und Rouge enthalten Karmin – pflanzliche Alternativen sind Rote Bete oder Eisenoxide.
  • Fragen Sie in Restaurants nach, ob rote Soßen oder Desserts mit Karmin gefärbt sind.
  • Karminfreie Produkte erkennen Sie an Farbstoffen wie Anthocyanen, Paprikaextrakt oder Lycopin.

Fragen

Häufige Fragen

Ist Karmin wirklich aus Insekten?
Ja, Karmin wird aus den getrockneten und zermahlenen Körpern weiblicher Schildläuse gewonnen. Die Läuse werden auf Kaktusfeigenfarmen gezüchtet und geerntet. Der Farbstoff ist intensiv rot und wird seit Jahrhunderten verwendet.
Wie erkenne ich Karmin in Produkten?
Karmin ist auf der Zutatenliste als E 120, Karmin oder Echtes Karmin deklariert. Es steckt oft in roten Lebensmitteln wie Erdbeerjoghurt, Fruchtgummis oder Getränken sowie in Kosmetika. Ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe hilft.
Gibt es gesundheitliche Risiken bei Karmin?
Karmin gilt als unbedenklich und ist in der EU als Lebensmittelfarbstoff zugelassen. Selten können allergische Reaktionen auftreten. Für Veganer und Vegetarier ist es jedoch aus ethischen Gründen nicht geeignet, da es tierischen Ursprungs ist.