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Glossar · Environment

Grundschleppnetzfischerei

Grundschleppnetzfischerei ist eine Fangmethode, bei der schwere Netze über den Meeresboden gezogen werden und diesen zerstören.

Definition

Was „Grundschleppnetzfischerei" bedeutet

Diese Fischereimethode pflügt den Meeresboden um, zerstört Korallenriffe und Lebensräume und setzt große Mengen Kohlenstoff frei. Sie verursacht massive Beifänge und schädigt langsam wachsende Tiefseeökosysteme nachhaltig. Alternativen wie Langleinenfischerei sind umweltschonender.

Im Detail

Die ausführliche Antwort

Bottom Trawling ist eine Fangmethode, bei der ein großes, netzartiges Schleppnetz über den Meeresboden gezogen wird. Es wird hauptsächlich in der kommerziellen Fischerei eingesetzt, um bodenlebende Arten wie Kabeljau, Scholle oder Garnelen zu fangen. Verbraucher begegnen diesem Begriff oft auf Fischverpackungen oder in Nachrichten über Überfischung und Meeresumweltschutz.

Das schwere Netz wird von einem oder mehreren Schiffen über den Meeresgrund geschleift und reißt dabei alles mit, was sich ihm in den Weg stellt: Felsen, Korallen, Seegras und unerwünschte Beifänge. Diese mechanische Zerstörung verwandelt komplexe Lebensräume in öde Flächen. In der EU sind schätzungsweise 20–25 % der Meeresböden in Küstengewässern von dieser Praxis betroffen, wobei die Regeneration der Ökosysteme Jahrzehnte dauern kann.

Für Menschen, die Meeresfrüchte konsumieren, bedeutet dies, dass ihr Einkauf direkte Auswirkungen auf die Gesundheit der Ozeane hat. Nachhaltigkeitslabels wie MSC zertifizieren zwar einige Trawlfischereien, doch die Methode bleibt ökologisch problematisch. Eine ehrliche Abwägung zeigt: Werden weniger bodenlebende Fische gekauft, sinkt der Druck auf diese zerstörerische Fangtechnik.

Auf einen Blick

Kurz und knapp

Kurz und knapp — Grundschleppnetzfischerei
AspektDas Wichtigste
HauptzielartenKabeljau, Scholle, Garnelen
Ökologische AuswirkungZerstört Meeresboden-Lebensräume
BeifangrateBis zu 50 % der Fänge
RegenerationszeitJahrzehnte bis Jahrhunderte

In der Praxis

Was das für dich bedeutet

  • Achten Sie auf Fisch mit MSC-Siegel, das eine nachhaltigere Trawlfischerei kennzeichnet, aber informieren Sie sich über die Fangmethode.
  • Bevorzugen Sie Fisch aus Stellnetz- oder Leinenfischerei, die den Meeresboden nicht berühren und weniger Beifang verursachen.
  • Fragen Sie im Restaurant oder beim Fischhändler nach, ob der angebotene Fisch aus Schleppnetzfischerei stammt.
  • Reduzieren Sie den Konsum von bodenlebenden Arten wie Kabeljau oder Scholle, um die Nachfrage nach dieser Methode zu senken.

Fragen

Häufige Fragen

Ist Bottom Trawling immer illegal?
Nein, Bottom Trawling ist in vielen Ländern erlaubt, aber stark reguliert. In manchen Schutzgebieten ist es verboten, während es in anderen mit Auflagen wie Mindestmaschenweiten oder zeitlichen Sperren betrieben werden darf. Die Legalität allein garantiert keine ökologische Nachhaltigkeit.
Wie erkenne ich, ob mein Fisch aus Bottom Trawling stammt?
Auf der Verpackung oder beim Händler nach der Fangmethode fragen. Begriffe wie 'Schleppnetz' oder 'Grundschleppnetz' deuten darauf hin. Zertifikate wie MSC können eine nachhaltigere Variante kennzeichnen, aber nicht alle MSC-Fischereien sind frei von Bodenkontakt.
Gibt es Alternativen zu Bottom Trawling?
Ja, es gibt umweltschonendere Methoden wie Stellnetze, Langleinen oder Handangel, die den Meeresboden nicht schädigen. Auch Aquakultur kann eine Alternative sein, wenn sie nachhaltig betrieben wird. Der beste Schritt ist, weniger bodenlebende Fische zu konsumieren.