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Glossar · Industry

Schellack

Schellack ist ein aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus gewonnenes Harz, das als Überzugsmittel in der Lebensmittelindustrie dient.

Definition

Was „Schellack" bedeutet

Schellack wird aus den Sekreten der weiblichen Lackschildlaus (Kerria lacca) gewonnen und zu einem Harz verarbeitet. In der Lebensmittelindustrie dient es als Überzugsmittel, um Obst, Süßwaren oder Pillen zu glänzen und zu schützen. Die Gewinnung ist tierischen Ursprungs, was für Veganer und Vegetarier relevant ist.

Im Detail

Die ausführliche Antwort

Schellack ist ein natürliches Harz, das aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus (Kerria lacca) gewonnen wird. Es wird in der Lebensmittelindustrie als Überzugsmittel (E 904) eingesetzt, um Obst, Süßwaren oder Tabletten glänzend zu machen und vor Feuchtigkeit zu schützen. Verbraucher begegnen ihm vor allem auf Äpfeln, Zitrusfrüchten, Kaugummis oder Schokoladenprodukten.

Zur Gewinnung werden die harzigen Sekrete der weiblichen Läuse von Zweigen abgekratzt, gereinigt und zu Platten gepresst. Für die Lebensmittelproduktion wird Schellack mit Ethanol gelöst und dünn auf die Oberfläche aufgesprüht. Die Tiere sterben dabei nicht zwangsläufig, aber die Erntemethoden sind oft mit erheblichen Eingriffen in ihren Lebensraum verbunden. Die jährliche Weltproduktion liegt bei mehreren tausend Tonnen, hauptsächlich aus Indien und Thailand.

Für Veganer und ethisch bewusste Esser ist Schellack problematisch, da es ein tierisches Produkt ist. Es wird häufig auf glänzenden Äpfeln oder Süßwaren verwendet, ohne dass dies auf der Verpackung deutlich erkennbar ist. Alternativen wie pflanzliche Wachse (Carnaubawachs) oder synthetische Polymere sind verbreitet, aber nicht immer gekennzeichnet. Wer Tierprodukte meiden möchte, sollte bei glänzenden Früchten oder Bonbons die Zutatenliste prüfen.

Auf einen Blick

Kurz und knapp

Kurz und knapp — Schellack
AspektDas Wichtigste
E-NummerE 904
HerkunftAusscheidungen der Lackschildlaus
HauptanbaugebieteIndien, Thailand
Typische ProdukteÄpfel, Süßwaren, Tabletten

In der Praxis

Was das für dich bedeutet

  • Prüfe bei glänzenden Äpfeln oder Zitrusfrüchten die Verpackung auf E 904 oder Schellack.
  • Frage im Supermarkt nach unbehandelter Ware oder solcher mit pflanzlichem Überzug wie Carnaubawachs.
  • Bei Süßwaren und Kaugummi: Zutatenliste nach E 904 durchsuchen; viele Marken verzichten darauf.
  • Informiere dich über Siegel wie das Vegan-Label, das Schellack ausschließt.

Fragen

Häufige Fragen

Ist Schellack vegan?
Nein, Schellack ist nicht vegan, da es aus den Ausscheidungen von Schildläusen gewonnen wird. Obwohl die Tiere nicht getötet werden müssen, ist es ein tierisches Produkt und wird von Veganern abgelehnt.
Wie erkenne ich Schellack auf Lebensmitteln?
Schellack wird in der Zutatenliste als E 904 oder als Schellack aufgeführt. Es findet sich oft auf glänzenden Früchten, Süßwaren und Tabletten. Achte auf die Kennzeichnung, besonders bei importierten Produkten.
Gibt es Alternativen zu Schellack?
Ja, pflanzliche Alternativen wie Carnaubawachs (E 903) oder Bienenwachs (E 901) sind üblich. Auch synthetische Polymere werden verwendet. Für Veganer sind nur die pflanzlichen oder synthetischen Optionen geeignet.