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Indonesien (Java)

Gado-Gado

Indonesiens legendärer Salat aus warmem Gemüse – blanchiertes Grünzeug, Tofu, Tempeh und Kartoffeln, übergossen mit einer reichhaltigen, würzigen Erdnusssauce. „Gado-gado“ bedeutet wörtlich „Mischmasch“.

Prep.

20 min

Kochen

20 min

Portionen

4

Niveau

Easy

Aroma

Nussig · süß · scharf · frisch

Die Geschichte

Warum dieses Gericht — und wie es pflanzlich wurde

Gado-Gado ist javanisches Streetfood in seiner großzügigsten Form: Eine Platte mit frisch blanchiertem Gemüse, goldbraun gebratenem Tofu und Tempeh, gekochten Kartoffeln und hartgekochten Eiern, vereint durch eine Erdnusssauce, die so cremig ist, dass man sie pur löffeln möchte. Es ist das Gericht, das beweist, dass ein Salat absolut als Hauptspeise taugt.

Fast alle Komponenten sind bereits pflanzlich; lediglich die Eier müssen weggelassen werden, und sie tragen nichts bei, was Tempeh und Tofu nicht ohnehin besser machen. Bereiten Sie die Erdnusssauce frisch zu – es dauert 5 Minuten und macht den Unterschied zwischen einem Abendessen und einer Offenbarung.

Zutaten

Was du brauchst

Gemüse (jeweils separat blanchiert, 30 Sek. – 2 Min.)

  • 200 g grüne Bohnen, geputzt
  • 1 kleiner Weißkohl, in Streifen geschnitten
  • 2 Tassen Sojasprossen
  • 1 mittelgroße Gurke, in Scheiben
  • 2 mittelgroße Kartoffeln, gekocht und gewürfelt
  • Optional: ½ Tasse blanchierter Wasserspinat (Kangkung)

Proteine

  • 200 g extra-fester Tofu, gewürfelt und goldbraun angebraten
  • 150 g Tempeh, in Scheiben geschnitten und knusprig angebraten

Erdnusssauce

  • ¾ Tasse naturbelassene Erdnussbutter (fein oder stückig)
  • 1 EL Sojasauce oder Tamari
  • 1 EL Kecap Manis (süße indonesische Sojasauce) – oder 1 TL Sojasauce + 2 TL brauner Zucker
  • 1 EL Tamarindenpaste (oder 2 EL Limettensaft)
  • 1 EL Palmzucker oder brauner Zucker
  • 2 Knoblauchzehen, gerieben
  • 1 kleine rote Chilischote (oder Sambal Oelek nach Geschmack)
  • 1 TL geriebener Ingwer
  • ½ Tasse warmes Wasser (mehr zum Verdünnen)
  • 1 Prise Salz

Zum Garnieren

  • Knusprige Röstzwiebeln
  • Krupuk (garnelenfreie Gemüse-Cracker – Emping oder Melinjo)
  • Limettenspalten
  • Frischer Koriander

Zubereitung

Schritt für Schritt

  1. 1

    Die Erdnusssauce zubereiten: Alle Saucenzutaten in einer Schüssel glatt rühren. Abschmecken und anpassen – sie sollte kräftig, süß, säuerlich und gerade scharf genug sein, um die Sinne zu wecken. Warmes Wasser esslöffelweise hinzufügen, bis die Konsistenz von dickflüssigem Joghurt erreicht ist.

  2. 2

    Die Kartoffeln ca. 12 Minuten weich kochen. Abgießen.

  3. 3

    Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Jedes Gemüse separat für die jeweils richtige Zeit blanchieren – grüne Bohnen 2 Min., Kohl 1 Min., Sprossen 30 Sek. Nach jedem Durchgang sofort in Eiswasser abschrecken. Gut abtropfen lassen.

  4. 4

    Tofu trocken tupfen. Die Würfel in 2 EL Öl von allen Seiten goldbraun anbraten. Die Tempeh-Scheiben daneben knusprig braten.

  5. 5

    Alles auf einer großen Platte oder 4 Tellern anrichten: Kartoffeln in eine Ecke, jedes blanchierte Gemüse als eigenen Haufen, Gurkenscheiben gefächert, Tofu und Tempeh in die Mitte.

  6. 6

    Die Erdnusssauce großzügig über die Mitte gießen. Nicht alles komplett bedecken – der Reiz liegt im Kontrast zwischen dem frischen Gemüse und der glänzenden Sauce.

  7. 7

    Mit Röstzwiebeln, einigen schräg eingesteckten Krupuk-Crackern, Koriander und Limettenspalten garnieren.

  8. 8

    Bei Tisch alles gut vermengen – „Gado-Gado“ heißt nicht umsonst „Mischmasch“.

Die Veganisierung

Traditionell → Pflanzlich, Tausch für Tausch

Original

Hartgekochtes Ei

Pflanzlich

Extra knuspriger Tofu oder gewürzte Kichererbsen

Original

Krupuk auf Garnelenbasis

Pflanzlich

Emping- oder Melinjo-Cracker (aus Nüssen hergestellt)

Chef-Notizen

Beim ersten Mal richtig gemacht

  • Blanchieren Sie jedes Gemüse einzeln. Verschiedene Sorten benötigen unterschiedliche Zeiten. Andernfalls wird einiges matschig, während anderes noch roh ist.
  • Verwenden Sie naturbelassene Erdnussbutter (nur Erdnüsse + Salz). Industrielle Produkte enthalten oft Zucker und Fette, die das Gleichgewicht stören.
  • Kecap Manis ist DIE Geheimzutat – süß, sirupartig und knoblauchig. Falls nicht verfügbar, kommt eine Mischung aus Sojasauce und braunem Zucker dem Original am nächsten.
  • Krupuk-Cracker sorgen für den essenziellen Knusper-Kontrast. Achten Sie darauf, die pflanzliche Variante (Emping/Melinjo) zu verwenden, nicht die auf Garnelen basierenden Krabbenchips.
  • Die Sauce hält sich eine Woche im Kühlschrank. Vor dem Servieren mit etwas warmem Wasser wieder geschmeidig rühren.

Dazu passt

Gedämpfter Jasminreis oder Kokosreis · Eistee mit Limette · Sambal Oelek separat für alle, die es schärfer mögen

Fragen

Gado-Gado — häufige Fragen

Ist dieses Gado-Gado-Rezept vollständig vegan?
Ja. Alle Zutaten dieser Version von Gado-Gado sind pflanzlich — ohne Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier oder Honig. Die traditionellen tierischen Zutaten werden so ersetzt: Hartgekochtes Ei → Extra knuspriger Tofu oder gewürzte Kichererbsen; Krupuk auf Garnelenbasis → Emping- oder Melinjo-Cracker (aus Nüssen hergestellt).
Wie lange dauert die Zubereitung von Gado-Gado?
Insgesamt etwa 40 Minuten — 20 Minuten Vorbereitung und 20 Minuten Garzeit. Das Rezept reicht für 4.
Kann ich das Gericht vorbereiten und Reste aufbewahren?
Ja. Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren vollständig durcherhitzen. Das meiste lässt sich auch portionsweise einfrieren.
Wozu passt Gado-Gado?
Besonders gut dazu: Gedämpfter Jasminreis oder Kokosreis, Eistee mit Limette, Sambal Oelek separat für alle, die es schärfer mögen.

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